50 Jahre Deutsch-Türkisches Anwerbeabkommen

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Projektskizze “Mygration”

Mygration ist ein dokumentarisches Filmprojekt des Max-Planck-Gymnasiums zum Thema Migration in Duisburg-Meiderich unterstützt vom Referat für Integration.

Die 16 Schülerinnen und 2 Schüler der Medienakademie der Jahrgangsstufe 9 werden am Ende des Projektes eine Installation mit dokumentarischen Filmen zum Thema „Migration“ aus der Sicht dieser Jugendlichen erstellen.

Im Fokus steht die Geschichte der eigenen Familie und verbunden damit eine eigene Standortbestimmung innerhalb der Kulturen und der Gesellschaft. Alle Schülerinnen und Schüler wohnen in einem Stadtteil, der sich durch Migration intensiv verändert hat. Die Jugendlichen sollen sich mit diesem ihr Lebensumfeld und Leben bestimmenden Sachverhalt auseinandersetzen und sich so intensiv mit der Rolle der Kultur für die eigene Identität und für die Gesellschaft beschäftigen. Das Leben zwischen Kulturen und mit mehreren Kulturen wird erkundet. Reibungspunkte und Unvereinbares werden ebenso wie Vielfalt und Harmonie ausgelotet.

So wird auch exemplarisch Wirtschafts- und Regionalgeschichte des eigenen Stadtteils erkundet: Die Jugendlichen erfahren, wie sich der Stadtteil in den letzten Jahrzehnten verändert und das Zusammenleben der verschiedenen sozialen Gruppen entwickelt hat. So lernen die Schülerinnen und Schüler historische und biografische Entwicklungen zu verknüpfen, zu reflektieren und eine Haltung zu diesen zu entwickeln.

Zunächst setzt sich die Gruppe mit Spielfilmen zum Thema auseinander. Schwerpunkt ist dabei ein Workshop mit dem Duisburger Filmemacher Ömer Pekyürek. Er hat sich in seinen Filmen „Esra“ und „Koma“ intensiv mit den Problemen im deutschtürkischen Umfeld auseinandergesetzt und ist selbst in der türkischen und der deutschen Kultur aufgewachsen, sodass er das Problembewusstsein der Gruppe authentisch schärfen und in Gesprächen intensivieren kann.

Die entscheidende Produktionsphase soll eine Projektwoche in Zusammenarbeit mit doxs werden, in der die Filme gedreht und produziert werden. Mit Unterstützung und Anleitung eines professionellen Filmemachers werden die Wahrnehmung und die Geschichten der verschiedenen Generationen in Bilder umgesetzt. In kurzen Einzelfilmen wird aufgezeigt, wie die Großeltern das Kommen bzw. Ankommen erlebt haben, wie sich die Elterngeneration hier eingerichtet hat und wie die Jugendlichen selbst ihr Aufwachsen in einem Stadtteil, der so stark von Migration geprägt ist, erleben. Diese Fragmente werden zu einem Gesamtbild zusammengefügt und als Installation im LehmbruckMuseum und im Stadtteil gezeigt.